Auf unseren Aufruf nach märchenhaften Kurzfilmen erreichten uns so viele kreative und spannende Einsendungen, dass es fast unmöglich war zu entscheiden, welche am Ende während des Wunderland-Festivals gezeigt werden sollten. Noch viel schwieriger gestaltete sich aber daraufhin die Frage, welche Filme von diesen letztendlich die tollsten und besten waren. Beim Kurzfilmwettbewerb für Kinder konnte das Publikum seinen Favoriten wählen. Kinder können ja eh am besten selbst entscheiden  was ihnen am meisten gefällt.

Die Qual der Wahl beim Wettbewerb für Erwachsene hatte dann unsere Jury, bestehend aus dem Team des wilden Dutzend (Doro, Moritz, Simone und Solveig) sowie der Brancheninsider Adele und Ernst Hellemann, bekanntermaßen als Künstler und Fotograf genau der Richtige für diese Aufgabe.

Das Publikum sowie die Jury haben entschieden und die Sieger stehen fest. Sie erhalten als Preis neben Ruhm und Ehre, den phantastischen und unschätzbaren Schlüssel ins Wunderland!

Zum Sieger des Kurzfilmwettbewerbs für Kinder wählte unser Festival-Publikum  Constanze Engels Film „Animal Farm“. Durch Legetrick mit Wolle handelt es sich hier im wahrsten Sinne des Wortes um einen wunderbar gestrickten Film.

Zum Hauptgewinner des Kurzfilmwettbewerbs für Erwachsene „Grimmiges zur Nacht“ wählte die Jury „Urs“ von Moritz Meyerhofer und begründete dies damit, dass die Märchenhaftigkeit des Films eher in den Lebensvoraussetzungen der Figuren und ihrer Beziehung zueinander liegt, denn in direkten Zitaten. Ein Film über Verantwortung, was man alles bereit ist, dafür und für einen anderen zu ertragen und über die Suche nach Glück, die nicht immer ohne Verluste vonstattengeht.

Zusätzlich vergab die Jury außerdem für die absurdesten Einreichungen zwei Sonderpreise. Den ersten erhielten Patrizia Monzani und Beate Kunath für „The moon an his two wives“. Laut Jury handelt es sich um eine filmisch mit Hilfe von Katztechnik ungewöhnlich umgesetzte afrikanische Legende. Ein Kurzfilm, der gerade weil er den Ursprung und die Herkunft nicht hinterfragt, traditionelle Bilder zugleich aufmacht und zur Diskussion stellt.

Den zweiten Sonderpreis erhielt Alice von Gwinner für ihr absurd-dystopisches Märchen „Letzter Wille Idylle“. Sie lehrt uns damit einmal mehr, dass der Schein trügen kann und zeigt uns gleichzeitig auf wie sehr der Mensch in vorgegebene Muster eingeengt ist und wie hart die Konsequenzen sind, sollte er versuchen diese zu durchbrechen.

Wir bedanken uns nochmals herzlich für alle Einsendungen und gratulieren unseren Gewinnern zu ihren grandiosen Beiträgen!

Foto (c) Alice von Gwinner